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Alessandra Schulte Kellinghaus   
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2017

„Die BONEHELIX® ist einfach anzuwenden!“ - 17.10.2017

„Auch für die Assistierenden und die Schwestern ist das Prinzip einfach und selbsterklärend“, sagt Dr. med Martin Sattler, Oberarzt, Johannes Wesling Klinikum Minden, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, spezielle Unfallchirurgie. BONEHELIX® ist ein limitiert-flexibler Markraumstabilisator zur Behandlung von Schaftfrakturen, der wie ein Korkenzieher in den Markraum eingedreht wird. Mehr als 150 Operationen wurden seit der Markteinführung vorgenommen. Oberarzt Dr. Martin Sattler arbeitet mit dem Implantat für ausgesuchte Implikationen.

Herr Dr. Sattler, seit wann nutzen Sie die BONEHELIX in Ihrem Hause und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Wir haben im vergangenen Jahr erstmalig Kontakt zu dem Produkt erhalten und haben seither einige Operationen damit durchgeführt. Gerade im Vergleich mit dem Nageln oder Verplatten, ermöglicht die BONEHELIX eine schonende und zügige Versorgung einfacher Querfrakturen, insbesondere bei Oberarmfrakturen. Oder denken Sie an erstgradig offene Frakturen: die werden intramedulär versorgt – das geht auch gut mit der BONEHELIX.

Dazu kommt erleichternd, dass das gesamte System mit sämtlichen Werkzeugen und verwendbaren Helices in einer Sterilisationsbox geliefert wird. Die einzelne Helix kann nachbestellt werden und ist innerhalb kürzester Zeit im OP.

Wie schnell erhalten Sie die Lieferung bei Bedarf?

Das geht wenn es darauf ankommt sogar über Nacht. Ich muss also keine Lagerhaltung vornehmen oder Bestände überwachen. Im Regelfall ist alles in der Box oder ich bestelle binnen 24 Stunden einfach nach. Das ist sehr einfach.

Wo liegt der größte Unterscheid bei der Verarbeitung, ist die Umstellung kompliziert?

Nein, das Verfahren haben wir als sicher und einfach anzuwenden wahrgenommen. Der größte Unterschied liegt ja darin, dass die Knochenfeder in die Markhöhle eingedreht wird und so die Fraktur-Elemente schonend verbunden werden. Das funktioniert wie beim Korkenzieher – der verletzt den Korken beim Eindrehen ja auch kaum. Auch für die  Assistierenden und die Schwestern ist die Verwendung selbsterklärend.

Wie macht sich die zeitliche Einsparung bemerkbar?

Das hängt natürlich stark vom Einzelfall ab. Wir haben jedoch festgestellt, dass die Versorgung nach dem Reponieren deutlich zügiger gelingt. Für eine Humerus-OP benötigen wir im Schnitt ca. 40-50 Minuten – das ist gegenüber der bisherigen OP-Zeit von rund 70 Minuten ein Gewinn.

Seitens des Herstellers wird damit geworben, dass die Kosten für die Behandlung deutlich geringer ausfallen als bei der Verwendung des Marknagels. Spielt das bei Ihnen für die Auswahl auch eine Rolle?

Nein, es geht immer um die bestmögliche Versorgung der Patienten in der jeweiligen Situation, da dürfen die Kosten keine Rolle spielen. Tatsächlich ist es so, dass die BONEHELIX vom Materialeinsatz deutlich günstiger ist als andere Verfahren. Aber, für uns ist eher wichtig, ob das Verfahren zügigere OP-Zeiten ermöglicht und wie gut die Heilung verläuft. Durch den Verzicht auf die Verriegelung, geringere Anzahl von Röntgenaufnahmen und die Möglichkeit des minimal-invasiven Eingriffs bietet sich das Verfahren für uns an. Das trifft sicher nicht für alle Fälle zu, aber da wo es passt, nutzen wir die Vorteile des Systems gern. Und wenn wir dann dadurch noch Kosten sparen, freut sich der Controller.

Welche Erfahrungen haben Sie in der Nachsorge gemacht? Können die Patienten wieder zügig belasten?

Da gibt es keine Einschränkungen. Wir erleben es so, dass unsere Patienten (Versorgung der Humerusfrakturen) unmittelbar nach der OP freifunktionell und beschwerdeadaptiert bewegen können, jedoch sollten sie noch nicht wieder belasten. Durch den minimal-invasiven Eingriff bei der BONEHELIX ist das viel größere Problem der Wundheilung und -versorgung natürlich entsprechend geringer.

Ist die BONEHELIX ein Allzweck-Werkzeug?


Es gibt schon viele Vorteile bei der richtigen Indikation. Wann immer langstreckig abgestützt werden muss oder eine weichteilschonende Behandlung angestrebt wird, kommt man mit der BONEHELIX weiter. Wir beobachten zum Beispiel mit großem Interesse, wie die BONEHELIX bei Osteoporose-Patienten zur Stabilisierung von Frakturen oder deren Prävention eingesetzt werden kann.

Wir haben hier einen 11-jährigen Jugendlichen mit einer Fraktur am Femur und erheblicher Weichteilverletzung im distalen Oberschenkel versorgt. In diesem Falle war die BONEHELIX eine Idealbehandlung, weil wir so weichteilschonend stabilisieren konnten.

Der Fall eines 11-jährigen Jugendlichen:

Der Patient erlitt im Rahmen eines Verkehrsunfalles eine II° offene meta- und diaphysäre Oberschenkelfraktur. Die primäre Versorgung erfolgte mittels Weichteildebridement und der Anlage eines Fixateur, die sekundäre Osteosynthese mittels einer BONEHELIX.

Die Mobilisation nach operativer Versorgung erfolgte mittels Teilbelastung (ein Viertel des Körpergewichts) für sechs Wochen. Röntgenkontrollen erfolgten nach drei und sechs Monaten. Die Metallentfernung wurde nach 6 Monaten bei konsolidierter meta- und diaphysärer Fraktur vorgenommen. Der Patient war beschwerdefrei. Die Komplikation einer Femurkopfnekrose bei antegrader Versorgung haben wir nicht feststellen können. Bei der Behandlung mit der BONEHELIX handelt es sich um ein knochen- und weichteilschonendes Verfahren. Die Minibewegungen im Frakturbereich fördern zudem die Kallusbildung.